bisherige Ausstellungen 2019

Institut für Medizinische Migrobiologie der Universität Zürich, Neubau

Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universität Zürich

Büro- und Laborgebäude, Neubau

Das Institut für Medizinische Mikrobiologie (IMM) der Universität Zürich nutzt  die Gebäude im Gloriarank oberhalb des Universitätsspitals. Das Ensemble bestand aus dem Fietzbau, erstellt Anfang des 20. Jahrhunderts an der Gloriastrasse 32, und dem Giacomettibau aus den 1960er-Jahren an der Gloriastrasse 30. Auf Grund baulicher Mängel hat die Gebäude-versicherung des Kantons Zürich die Betriebsbewilligung für den Fietzbau per Ende 2017 aufgehoben. Die diagnostischen Dienste des IMM bedingen jedoch die Nähe zum Universitätsspital. Um die betriebliche und funktionale Einheit des Instituts an diesem Standort aufrecht zu erhalten, wurde an der Gloriastrasse 28, auf dem ehemaligen Parkplatz vor dem Giacomettibau, ein neues Büro- und Laborgebäude gebaut.

Der Neubau nimmt eine prominente Stelle im Stadtbild ein. Um das Gebäude im städte-baulichen Gefüge angemessen einzupassen, wurde die bestehende Geometrie und Ausrichtung der umgebenden Bebauungs­struktur übernommen. Die Gebäudehülle besteht aus einer hinterlüfteten Glasfassade mit integrierten Photovoltaikmodulen, wobei alle Fassadenseiten zur Stromerzeugung genutzt werden. Die so generierte Leistung wird zum Eigengebrauch verwendet und kann bis zu 20% des Betriebsbedarfs abdecken.

Das Gebäude steht auf einem zweigeschossigen Betonsockel, in welchem die Neben-nutzungen untergebracht sind. Die darüberliegenden drei Labor- und Bürogeschosse wurden in Holzelementbauweise erstellt. Mit dem modularen Aufbau der Nutzungs- und Funktionseinheiten wurde eine kurze Bauzeit erzielt. Die Gebäudetechnik ist flexibel konzipiert. Müssen benötigte Medien nachinstalliert oder einzelne Zonen um- bzw. ausgebaut werden, ist dies jederzeit und ohne gravierende Störung möglich, da die Installationsstrassen freigehalten wurden. Das Sys­tem ist nachhaltig, generiert es doch
eine nutzungsneutrale Raumstruktur, die auch veränderten Nutzungsansprüchen
angepasst werden kann.

Christoph Rothenhöfer, Kantonsbaumeister a.i.