Werkhof Affoltern am Albis: Wettbewerb entschieden

12.07.2017 - Mitteilung

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Das Hochbauamt hat einen Projektwettbewerb für einen Neubau der Einstell- und Lagerhalle auf dem Werkhof des kantonalen Tiefbauamtes in Affoltern am Albis veranstaltet. Gewonnen hat das Projekt «ÜBERECK» von Malte Kloes Christoph Reichen Architekten, Zürich / Caprez Ingenieure AG, Zürich.

Der Werkhof Affoltern am Albis ist ein Stützpunkt des kantonalen Tiefbauamtes für den Unterhalt der Staatsstrassen, der unter anderem den Winterdienst, die Grünpflege und bauliche Reparaturen umfasst. Die Anlage wurde 1970 von den Architekten Gebrüder Pfister aus Zürich erstellt und besteht aus einem Dienstgebäude, einer seitlich daran angebauten Einstellhalle, einer Salzlagerhalle sowie zwei freistehenden Garagen.

Für die aufgrund der gestiegenen Anforderungen zusätzlich benötigten Fahrzeugeinstellplätze und Materiallagerflächen soll auf dem Werkhof eine zweite Einstell- und Lagerhalle erstellt werden. Um die Salzstreufahrzeuge zu befüllen, ist ein neues Salzsilo vorgesehen. Gleichzeitig mit dem Neubau ist geplant, die bestehenden Bauten instand zu setzen.

L-förmiger Neubau und zentraler Arbeitshof

Nach einem Präqualifikationsverfahren liess das Preisgericht 15 von 48 Teams zur Teilnahme am Wettbewerb zu, welchen schliesslich das Projekt «ÜBERECK» von Malte Kloes Christoph Reichen Architekten (Zürich) / Caprez Ingenieure AG (Zürich) gewann. Auf den prämierten Rängen folgen weberbrunner architekten ag (Zürich), Fiechter Salzmann Architekten GmbH (Zürich), Scheibler & Villard GmbH (Basel), ARGE phalt Architekten (Zürich) / Güntensperger Baumanagement AG (Zürich) sowie S2 / Stucky Schneebeli / Architekten (Zürich).

Das Siegerprojekt überzeugte die Jury, weil es den Betrieb und den damit verbundenen Lösungsansatz in den Vordergrund stellt. Der L-förmige, eingeschossige Neubau schafft gemeinsam mit dem bestehenden Gebäude einen Arbeitshof, der zentrales räumliches Element des neu konzipierten Werkhofs ist. Die grosszügigen Platzverhältnisse bieten gute Voraussetzungen für die Fahrzeugmanöver sowie die Lagerung des Materials und gewährleisten somit optimale Betriebsabläufe. Zudem werden auf diese Weise weitere Ergänzungsbauten ermöglicht, um die Anlage künftig zu erweitern.

Die Tragkonstruktion sowie die Wände sind aus Holz. Der Neubau enthält einen hohen Anteil an vorfabrizierten Bauteilen. Dies gewährleistet eine kurze Bauzeit und damit verbunden minimale Beeinträchtigungen des laufenden Betriebs. Zudem überzeugt das Siegerprojekt mit den im Vergleich niedrigsten Kosten und höchster Nachhaltigkeit.

Unter der Leitung des Hochbauamtes und in Zusammenarbeit mit den Nutzern wird das Projekt «ÜBERECK» nun weiterentwickelt. Dazu gehört auch die detaillierte Ausarbeitung der Kosten und Termine. Gemäss einer groben Schätzung im Rahmen der Machbarkeitsstudie wird mit Kosten von rund 10 Millionen Franken gerechnet. Darin enthalten sind der Neubau sowie die Instandsetzung des bestehenden Dienstgebäudes.

Ziel ist es, bis Herbst 2018 dem Regierungsrat und dem Kantonsrat ein bewilligungsfähiges Bauprojekt vorzulegen. Wenn diese dem Projekt zustimmen und keine Rekurse erfolgen, sollte der Neubau Ende 2021 bezugsbereit sein.

Wettbewerbsarbeiten in Zürich ausgestellt

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten ist im Bürogebäude an der Zollstrasse 36 in Zürich (4. Obergeschoss) frei zugänglich. Sie dauert vom 12. bis 24. Juli 2017 (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.00 – 17.30 Uhr).

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