Bodmerhaus wird plangemäss instand gesetzt

12.07.2018 - Mitteilung

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Bodmerhaus in Zürich wird planmässig instand gesetzt

Der Kanton Zürich kann das Bodmerhaus in Zürich wie geplant sanieren. Das Gebäude aus der Barockzeit, direkt neben der Universität gelegen, befindet sich in einem schlechten statischen Zustand. Das Bundesgericht hat einen Rekurs des Heimatschutzes gegen die geplanten Instandsetzungsmassnahmen Ende Mai aus formellen Gründen abgelehnt.

Als Eigentümer des Bodmerhauses an der Schönberggasse 15 ist der Kanton Zürich für den Umbau verantwortlich. Das Hochbauamt gewährleistet mit der Planung und Umsetzung der baulichen Massnahmen einen umfassenden und langfristigen Schutz des historisch wertvollen Gebäudes. Die Tragstruktur des Hauses aus dem 17. Jahrhundert muss dringend verstärkt werden, ausserdem wird das Haus den feuerpolizeilichen Vorgaben angepasst und barrierefrei zugänglich gemacht.

Möglichst minimer Eingriff

Das Bodmerhaus erhält eine Fluchttreppe, die sich in einem neuen Anbau befinden wird. Dieser entlastet zudem die empfindlichen historischen Treppen im Innern des Gebäudes.
Darüber hinaus werden die Böden entlastet und das Dach verstärkt. Mit diesen Massnahmen wird der Eingriff auf ein Minimum reduziert und eine reversible Lösung – der Rückbau des neuen Treppenhauses – gewährleistet. Nach der Fertigstellung des Umbaus wird die Abteilung für Internationale Beziehung der Universität Zürich ins Bodmerhaus einziehen. Geplant sind Arbeitsplätze für zwanzig Mitarbeitende.

Erbaut wurde der Barockbau von 1643 bis 1644. Benannt ist er nach seinem langjährigen Besitzer, dem Philologen Johann Jakob Bodmer (1698-1783), der die Türen des Hauses nicht nur für die intellektuelle Jugend Zürichs, sondern auch für bedeutende Dichter wie Friedrich Gottlieb Klopstock, Ewald von Kleist und Johann Wolfgang von Goethe öffnete. Nach Letzterem ist das Laternenzimmer auf dem Dach mit Ausblick auf die Stadt Zürich benannt.

Verschiedene Epochen vereint

Das von aussen schlicht wirkende Haus besitzt im Inneren eine reiche und durch die Jahrhunderte von verschiedenen Stilen geprägte Gestaltung. So trifft man auf die aus der Bauzeit erhaltenen Holzbalkendecken mit der wieder hergestellten farbigen Bemalung, aber auch auf Täfer und Stuckaturen aus dem 19. Jahrhundert sowie Restaurierungen aus den 1960er-Jahren. Mit der notwendigen Sanierung, die voraussichtlich im Herbst 2018 beginnt, wird diese Geschichte nun fortgesetzt.

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