Departement Gesundheit ZHAW
Haus Adeline-Favre
am Katharina-Sulzer-Platz, 8400 Winterthur
Neubau

Steckbrief

Eigentümerin / Vermieterin
SISKA Heuberger Holding AG

Mieterin
Immobilienamt Kanton Zürich

Vertreten durch
Hochbauamt Kanton Zürich

Nutzerin
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Architektur
pool Architekten, 8003 Zürich

Kreditsumme
81.0 Mio. Fr. (Miete)
26.4 Mio. Fr. (Ausbau)

Bauzeit
04. Mai 2017 bis 30. Juni 2020

Standort

Departement Gesundheit ZHAW, Haus Adeline-Favre, am Katharina-Sulzer-Platz, 8400 Winterthur, Neubau, ©GIS-ZH, Kanton Zürich,GIS-ZH, Kanton Zürich

Bauaufgabe

Anstelle der ehemaligen Halle 52 am Katharina-Sulzer-Platz in Winterthur entsteht bis 2020 ein neuer Standort für das ZHAW Departement Gesundheit. Der Neubau mit dem Namen «Haus Adeline Favre» bietet Platz für 1'900 Studierende und rund 260 Mitarbeitende der ZHAW. Es entsteht das landesweit grösste Ausbildungszentrum für Berufe in den Bereichen Pflege, Ergo- und Physiotherapie, sowie Geburtshilfe.
Der Kanton ist beim neuen Gebäude, wie bei der ZHAW-Bibliothek, nicht Bauherr, sondern Mieter. Eigentümerin ist die SISKA Heuberger Holding AG. Der Neubau wird von der Implenia AG als Totalunternehmerin geplant und realisiert.

Situation

Departement Gesundheit ZHAW, Haus Adeline-Favre, am Katharina-Sulzer-Platz, 8400 Winterthur, Neubau, ©GIS-ZH, Kanton Zürich,GIS-ZH, Kanton Zürich

Architektur

Das aus einem Architekturwettbewerb 2013 hervorgegangene Projekt von pool Architekten aus Zürich sieht ein Gebäude mit sechs oberirdischen und zwei unterirdischen Geschossen vor. Die Grundstücksfläche wird vollflächig überbaut, die Geschossfläche beträgt insgesamt rund 25'000 m2. Das Raumprogramm umfasst Unterrichts- und Praxisräume, Büros für Mitarbeitende, ein Ambulatorium und Simulationszentrum, eine Caféteria und eine Selbstverpflegungszone. In einem kompakten Schichtring werden Räume um einen Innenhof organisiert. Versetzt angeordnete Volumen lassen den inneren Bereich zu einer begehbaren Raumskulptur werden. Diese erstreckt sich vom ersten Untergeschoss bis unter das alles überspannende Glasdach.
Der Katharina-Sulzer-Platz wird vom industriellen Charakter der Fabrikgebäude aus Backstein und durch die umlaufende Kranbahn geprägt. Dieser industrielle Charakter wird im Projekt beibehalten. Die Fassade wird als Backsteinfassade wiederaufgebaut, die neuen Fenster bilden mit den Fenstern der ehemaligen Giesserei eine Einheit und die Kranbahn bleibt erhalten.

 

 

Departement Gesundheit ZHAW, Haus Adeline-Favre, am Katharina-Sulzer-Platz, 8400 Winterthur, Neubau, ©pool Architekten Zürich

Nachhaltigkeit

Das Projekt wird den Richtlinien des SIA-Energieeffizienzpfades 2040 entsprechen und den Minergie-Standard erfüllen.
Das Areal ist sehr gut durch den öffentlichen Verkehr erschlossen und auch zu Fuss gut erreichbar. Auf dem eigenen Grundstück werden für die Langzeitparkierung ausschliesslich Veloabstellplätze angeboten.

Meilenstein 
Start Abbruch15. Januar 2017
Baubeginn04. Mai 2017
Mietbeginn01. Juli 2020
Inbetriebnahme
15. September 2020

Kunst am Bau

Departement Gesundheit ZHAW, Haus Adeline-Favre, am Katharina-Sulzer-Platz, 8400 Winterthur, Neubau, ©Judith Albert Künstlerin

Im Rahmen eines Studienauftrages Kunst am Bau wurde das Projekt „Basics – Zeichnungen in Beton gemeisselt“  der Künstlerin Judith Albert zur Realisierung empfohlen. Judith Albert schlägt vor, den Atriumraum des Hauses Adeline Favre mit einer Serie von Sgraffito ähnlichen Wandbildern zu bespielen, indem die subkutane Schicht des Betons stellenweise, anhand künstlerischer Zeichnung, freigelegt wird. In dieser Lesart wird die verschachtelte Architektur zum Körper, dessen Haut tätowiert wird. In ihrer Machart erinnern die Wandbilder an die im Engadin weit verbreitete Sgraffito-Technik; des Weiteren lassen sie sich mit Urban Art (Grafitti) und Tattoos in Verbindung bringen. Die Jury war sofort von der vielschichten, geradezu raffinierten Idee Judith Alberts fasziniert, da sie einerseits die Grundidee der Architekten unterstützt, den Aussenraum zum Innenraum zu machen, andererseits die molekulare Struktur des Betons freilegt. Indem die verschalte Bausubstanz wieder sichtbargemacht wird, rückt die Künstlerin das Unfertige, Prozesshafte in den Vordergrund bzw. an die Oberfläche.