Kantonsspital Winterthur
Ersatzneubau Hochhaus "Didymos"
Neu- und Umbau
Brauerstrasse bei 15, 8400 Winterthur

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Der Film erklärt, warum das Bauprojekt "didymos" für den Ersatzneubau des Bettenhochhauses gestartet wurde und welche Etappen bis zur Inbetriebnahme im Jahr 2021 geplant sind.

Standort

Bauaufgabe

Das 18-geschossige Hochhaus des Kantonsspitals Winterthur wurde 1968 bezogen. Zwischen 1990 und 2005 wurden darin kleinere Baumassnahmen durchgeführt. Es bestehen erhebliche betriebliche, strukturelle, gebäude- und brandschutztechnische Mängel. Die schlechte Energiebilanz durch veraltete Technik und Fassaden führt zudem zu hohen Unterhaltskosten. Die mangelnde Flexibilität, das fehlende Erweiterungs- und Entwicklungspotential verbunden mit hohen Investitionskosten verhindern eine wirtschaftlich vertretbare Anpassung an aktuelle Spitalstandards.
1988 wurde in einer Gesamtplanung aufgezeichnet, wo die einzelnen Kliniken, Institute und Infrastrukturbetriebe langfristig zweckmässig unterzubringen und wie aufgeteilte Bereiche zusammenzulegen sind. Der nun vorgesehene Ersatz des Hochhauses ist eine der Baumassnahmen dieser Gesamtplanung.

Situation

Architektur

Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass eine zukunftsfähige Lösung nur mit einem Ersatzbau realisiert werden kann.
Der Projektwettbewerb verfolgte das Ziel, ein Projekt auszuwählen, welches zusammen mit den bestehenden Bauten und der Parkanlage ein Ensemble bildet und
dem Kantonsspital sowohl für die aktuellen Bedürfnisse, als auch für die Zukunft bestmögliche Nutzflächen zur Verfügung stellt.
Wichtige Aspekte waren zudem eine hohe Wirtschaftlichkeit in Bau und Betrieb, eine vorbildliche Energieeffizienz, eine ökologische Bauweise sowie die Aufrechterhaltung des Spitalbetriebs während der gesamten Bauzeit. Die bestehenden und zukünftigen Gebäude werden zu einem Gesundheitszentrum mit grosszügiger Parkanlage vereint.
Neben der Stärkung des Landschaftsraumes und der Qualität der Parkanlage wird auch ein eindeutig ablesbarer Haupteingang definiert.
Der grosszügige Vorplatz wird zum Zentrum der Anlage und ist die neue Adresse für das Kantonsspital Winterthur.
Der neue Eingangs- und Behandlungstrakt dockt nordwestlich an den neuen Bettentrakt an. Während des gesamten Bauprozesses können sämtliche Gebäude
bestehen bleiben und die Bauimmissionen können für den laufenden Betrieb minimiert werden.

Kantonsspital Winterthur, Ersatzneubau Hochhaus "Didymos", Neu- und Umbau, 8400 Winterthur, ©MAAARS Architektur Visualisierungen Zürich

Nachhaltigkeit

Die Gebäudetechnik des Neubaus, strebt bezüglich Nachhaltigkeit und Effizienz eine Vorbildfunktion an. Es wird Minergie-P-ECO Standard angestrebt.
Die Wärmeversorgung erfolgt über die Nutzung von Abwärme sowie durch die Anbindung an das vorhandene Fernwärmenetz.

Meilenstein 
Spatenstich    
3. November 2016
UmzugDezember 2020 - Februar 2021
Abbruch Hochhaus / Umbauten  März 2021
Ende Bauarbeiten       
Oktober 2021

Etappierung

Die «Radioonkologie» (Radonk) wird ab Ende März 2017 in den Neubau einziehen und per Ende Mai 2017 den Betrieb aufnehmen.

Die Umsetzung des Hauptgebäude erfolgt in mehreren Phasen.
Während der ersten Phase werden die Provisorien erstellt, «Parking Brunnengasse» und «Passerelle Lindstrasse». Diese ermöglichen eine Anbindung des Personenzugangs und gewährleistet ebenfalls den Wechsel zum Baustart vom Ersatzneubau.
In der zweiten Phase wird der Neubau unter laufendem Betrieb des bestehenden Hochhauses erstellt. Nach Abschluss dieser zweiten Phase werden die Gebäudeteile funktional zusammengeschlossen und der Umzug kann erfolgen.
Erst nach Abschluss des Umzuges und Betriebaufnahme des Neubaus, werden die Umbauarbeiten im Osttrakt (Anschluss an Bettenhochhaus UG und Umbau EG Verbindungstrakt) umgesetzt und bildet die dritte Phase.
Die vierte Phase leitet den Rückbau der Provisorien ein.
Erst mit Abschluss der vierten Phase, erfolgt die fünfte und letzte Phase. Diese bringt den Rückbau des best. Hochhauses, und die Fertigstellung der Aussenanlagen im Bereich Rückbau.
Die Bauarbeiten sind im Oktober 2021 abgeschlossen.

Fachstelle Kunst

Der Beitrag „Fachstelle Kunst“ wird nach Abschluss der entsprechenden Wettbewerbsphase nachgereicht.